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„Mandragola“ heißt das Viagra des Mittelalters. Dieses soll dem alten Dottore und seiner jungen Frau Lucrezia endlich zu Nachwuchs verhelfen. Aber auch dem jungen Callimaco zur heiß ersehnten Liebesnacht mit eben derselben, wie auch dem Padre zum Auffüllen seiner klammen Kasse. Und da Bestechung seit Menschengedenken ein bewährtes Mittel zur Durchsetzung verschiedenster Interessen ist, kommen alle mehr oder weniger auf ihre Kosten.

Es ist kaum bekannt, dass Niccoló  Machiavelli (1469-1527), der Autor der viel zitierten Schrift „Der Fürst“, auch Komödien geschrieben hat. Doch mit seiner Menschenkenntnis, die er sich als vielgereister Diplomat erworben hat, verwandelt er die Typen der Commedia  dell´Arte in Menschen aus Fleisch und Blut. In der Intrige kommen Machiavellis Macht- und Erfolgstheorien auf sehr anschauliche und äußerst komische Art und Weise zur Anwendung. Dass es sich um eine Liebes- und nicht um eine kriegerische Eroberung handelt, macht dabei keinen wesentlichen Unterschied.

 


Mandragola
eine Komödie von Niccolo Machiavelli

Mit:

Christopher Jungbluth:
Callimaco, Padre Timoteo/Gitarre

Maximilian Ponader:
Dottore Nicia, Sostrata/Posaune

Katharina Röther:
Ligurio, Akkordeon/Geige

Bodil Strutz:
Lucrezia, Siro, Donna/Geige, Ukulele

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